IP Schutzarten

IP-Schutzarten: Welche gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Die sogenannten IP-Schutzklassen tauchen bei verschiedenen Gegenständen und Produkten auf. Ob nun IP20, IP45 oder IP69 – sie alle haben jeweils unterschiedliche Bedeutungen: Jede Angabe hilft bei der Ermittlung, ob ein Artikel oder Gerät der vorgesehenen Verwendung entspricht und ihr langfristig standhalten kann.

Wir wissen: Gerade innerhalb der Lebensmittelbranche werden Geräte, Maschinen und allerlei andere Helfer im Arbeitsalltag nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Außerdem müssen sie einige Anforderungen erfüllen, die sie sowohl zu haltbaren und stabilen Begleitern machen als auch die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter nicht gefährden. Das sind ganz schön viele Aspekte, die beim Kauf der Geräte genau im Auge behalten werden müssen. Und dafür ist das Team von Ehlert da – seit über 90 Jahren überzeugen wir unsere Kunden mit fundiertem Know-how.

Damit sensible Geräte wie Datenlogger vor äußeren Einflüssen geschützt sind, bieten wir in unserem Online-Shop beispielsweise passende Schutzhüllen an. Diese schützen zuverlässig vor dem Eindringen von Staub und Wasser. Als Fachgroßhandel stehen wir Ihnen jederzeit mit einem breit gefächerten Sortiment und jeder Menge Expertenwissen zur Verfügung.

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Was bedeutet IP?

Da IP häufig mit den Begriffen „Schutzart“ oder „Schutzklasse“ kombiniert wird, liegt es nahe, dass es sich um Schutzvorkehrungen handeln muss. Die Abkürzung IP steht für „International Protection“ und entspricht einer internationalen Norm. Bei der Schutzart ist damit die Absicherung – der Gehäuse etwa – vor dem Eindringen anderer Stoffe gemeint. Die IP-Schutzarten werden anhand der ISO 20653 und der DIN EN 60529 festgelegt.

Woraus ergibt sich die IP-Schutzart?

Sind dem Akronym IP zwei Zahlen angehängt, handelt es sich um den Code, der die IP-Schutzart angibt. Damit können sich Interessierte schnell ein Bild davon machen, ob und wie gut der Artikel das Innenleben vor Fremdkörpern und Wasser schützt. Jede der beiden Ziffern, die direkt hintereinander stehen, enthält eine wichtige Information hierzu. Die erste Zahl gibt den Schutz gegen Fremdkörper und Berührungen an und liegt zwischen 0 und 6. Die Zweite ordnet ein, gegen welche Arten von Wasser und Nässe geschützt wird. Hierbei sind Ziffern von 0 bis 9 möglich. Eine 0 charakterisiert in beiden Fällen, dass kein Schutz vorliegt. Es gibt demnach eine Vielzahl verschiedener Schutzgrade bzw. Kennziffern, die bei IP00 starten und bei IP69 – bzw. IP69k für besondere Anforderungen – enden. Das K ist der Kennbuchstabe, der nicht nur für Schutz, sondern sogar für die Abdichtung steht. Ist eine der beiden Zahlen für die Verwendung des Geräts irrelevant, dann kann sie auch durch ein X ersetzt werden.

Nehmen wir ein Beispiel: Bestimmte Schutzhüllen unseres Online-Shops entsprechen der Schutzart IP65 – was bedeutet das? Die 6 gibt an, dass die Hülle vor Staub und der Berührung feiner Partikel abdichtet. Durch die 5 wird klar, dass auch Strahlwasser zuverlässig abgewehrt wird.

 

Was bedeuten die einzelnen Ziffern bei der IP-Schutzart?

Eine Übersicht zur besseren Einordnung gibt folgende Tabelle:

IP Schutzart Tabelle

 

Während die steigende Ziffer der ersten Kennzahl einen Berührungsschutz bzw. Fremdkörperschutz gegen immer kleiner werdende Partikel garantiert, sind höhere Werte bei der zweiten Zahl ein Indiz für die Resistenz gegenüber immer größeren Wassermengen oder immensem Wasserdruck.

Worin liegt der Unterschied zwischen IP-Schutzart und IP-Schutzklasse?

Oft werden die beiden Begriffe IP-Schutzklasse und IP-Schutzart synonym verwendet, aber das ist nicht richtig. Sie beschreiben unterschiedliche Eigenschaften bzw. Fähigkeiten von Produkten. Während die Schutzart die Sicherheit gegenüber Fremdkörpern und Wasser beschreibt, wird die Schutzklasse interessant, wenn es um Spannungen geht. Es gibt 4 unterschiedliche Schutzklassen von 0 bis 3. Diese Einteilung wurde durch die DIN EN 61140 festgelegt und bezieht sich auf Geräte und deren Schutz vor elektrischen, berührungsgefährlichen Spannungen.

In welchen Bereichen kommen IP-Schutzarten zum Einsatz?

Die Einsatzgebiete von IP-Schutzarten – und übrigens auch Schutzklassen – sind vielseitig. Vor allem in Industrie und Gewerbe sind sie ein unverzichtbares Indiz und Auszeichnungsmerkmal für verschiedene Geräte und Produkte. In Küchen ist beispielsweise eine gewisse Resistenz gegenüber Wasserdampf notwendig. Oder wo mit Schleifmaschinen gearbeitet wird, sollten Geräte über einen Schutz gegenüber Staubpartikeln verfügen. Gerätschaften, die im Außenbereich gelagert werden, sind diversen Umweltbedingungen ausgesetzt und sollten daher über einen Schutz vor Wasser verfügen. Auch Geräte, die vorzugsweise per Dampfstrahlreinigung gereinigt werden, müssen einer solchen problemlos standhalten.

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Fazit: Schauen Sie genau hin!

Achten Sie auf die passende IP-Schutzart, damit Ihre Gerätschaften möglichst lange treu ihre Dienste erfüllen können. Durch die IP-Art wird gewährleistet, dass Maschinen und Produkte entsprechenden Einflüssen gewachsen sind. Außerdem sollten Geräte regelmäßig fachkundig gereinigt werden. Und schon sind Sie auf der sicheren Seite!