Edelstahl Materialien im Einsatz

Welche Edelstahlmaterialien kommen zum Einsatz?

Wer sich in der verarbeitenden Lebensmittelproduktion mit Edelstahl auseinandersetzt, stellt schnell fest, dass man die unterschiedlichen Varianten dieses Materials nicht ohne Weiteres über einen Kamm scheren kann. Es ist vielseitig und eignet sich, je nach Edelstahlsorte, für unterschiedliche Prozesse in der Nahrungsmittelproduktion. Hiervon ist abhängig, welche Utensilien und Maschinen aus welchem Material gefertigt werden. In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen die verschiedenen Arten der widerstandsfähigen und hygienischen Substanz vor. Außerdem erfahren Sie, in welchen Bereichen der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung Edelstahl eingesetzt wird und welche Vorteile er mitbringt.

Besonders in der Lebensmittelindustrie findet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte aus Edelstahl: vom kleinen Löffel bis zur großen Maschine. Bei der Beschaffung von Geräten und Teilen stehen wir als Supply-Chain-Spezialist mit einem umfassenden Sortiment an Ihrer Seite. Oft sind bei Herstellung und Verarbeitung hochwertiger Nahrungsmittel Nerven aus Stahl gefragt – mit über 90 Jahren Erfahrung sorgt Ehlert dafür, dass auch Ihre Produktion rund läuft und Sie die Geduld behalten.
 

Zum Shop

 

Welche Edelstahlsorten gibt es?

Edelstahl definiert sich über den besonders hohen Reinheitsgrad des Stahls. Die Unterscheidung der Edelstahlsorten geschieht über die genaue Legierungszusammensetzung. Die unterschiedlichen Stahlvarianten – alles in allem gibt es weit über 100 Stück – werden bis heute mit dem international gebräuchlichen Akronym AISI (American Iron and Steel Institute) bezeichnet. Es stellt ein Klassifizierungssystem dar, das den unterschiedlichen Edelstahlsorten eine Werkstoffnummer (WNr.) zuteilt. Besonders gängig ist die Einteilung in folgende Kategorien:

Austenitische Edelstähle

Für viele Vorgänge der Lebensmittelverarbeitung wird auf austenitische Edelstahlsorten zurückgegriffen. Hierbei handelt es sich um die bekannteste Edelstahlsorte. Austenitische Edelstähle verfügen über einen Nickelanteil, der in der Regel bei 8 % oder höher liegt. Durch die Zugabe von Nickel und/oder Molybdän wird aus einem Chromstahl ein austenitischer Stahl, der noch etwas hochwertiger als herkömmlicher Stahl ist. Diese Stahlsorten überzeugen dadurch, dass sie besonders korrosionsbeständig und verhältnismäßig günstig sind. Auch säurehaltige Lebensmittel sind für austenitische Edelstähle kein Problem.

Ferritische Stähle

Ferritische Edelstähle verfügen über einen hohen Chromanteil und werden deshalb häufig als Chromedelstähle bezeichnet. Die Besonderheit dieser Sorte Stahl? Es wird kein Nickel hinzugegeben, sodass der Nickelgehalt bei unter 1 % liegt. Ferritische Stähle lassen sich in zwei Gruppen unterteilen:

Chromstähle mit 11 bis 13 % Chrom eignen sich für Container oder bestimmte Fahrzeuge. Sie sind korrosionsträge. Das heißt, ihr Widerstand gegen Rost ist gering. In Bereichen, in denen Rost lediglich die Optik, aber nicht die Gesundheit beeinflusst, reicht dieser Chromanteil aus. Es gilt: Je höher der Chromgehalt in der Legierung, desto geringer die Korrosionswahrscheinlichkeit.

Ab einem Anteil von 17 % Chrom gilt Edelstahl als rostfrei und kann auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden – sowohl in Form von Töpfen als auch bei Geräten oder Maschinen. Im Vergleich zum austenitischen Edelstahl ist ferritischer Stahl weniger elastisch, punktet aber durch seine Magnetisierbarkeit – der Anteil an Eisen macht es möglich.

Martensitischer Stahl

Martensitischer Stahl wird ebenfalls durch seinen Chromgehalt gekennzeichnet, der zwischen 10,5 und 13 % liegt. Außerdem muss sich der zugehörige Kohlenstoffgehalt zwischen Werten von 0,2 und 1 % befinden. Aufgrund dieser Voraussetzungen kann martensitischer Stahl thermisch gehärtet werden und wird unter anderem für die Herstellung von Messern oder Scheren eingesetzt. Mit steigendem Chromgehalt nimmt die Zugfestigkeit weiter zu und die Bruchdehnung sinkt ab. Die Korrosionsbeständigkeit ist zwar leicht vermindert, kann aber durch eine angepasste Oberfläche ausgeglichen werden.

Duplex-Stähle

Einfach gesagt handelt es sich bei Duplex-Stählen um eine Mischung aus ferritischem und austenitischem Material. Das Verhältnis ist dabei etwa ausgeglichen, wodurch auch diese Stähle rost- und säurebeständig sind. In der Lebensmittelindustrie werden sie nur vereinzelt eingesetzt, beispielsweise beim Pökeln oder anderen Aufgaben mit erhöhtem Salzkontakt und starker Korrosionsbelastung. Ist der Werkstoff schwefellegiert, sollte er nicht im Lebensmittelbereich verwendet werden.

In welcher Form wird Edelstahl in der Lebensmittelindustrie eingesetzt?

Der Blick in Großküchen und Produktionsstätten verrät fachkundigen Augen schnell, dass Edelstahl hier unabdingbar ist. Die Arbeitsplatten der Küche selbst, Edelstahlbleche, -kühlschränke, -messer, -töpfe, -scheren oder -grills: Die Liste der Einsatzgebiete von Edelstahl im lebensmittelverarbeitenden Bereich ist nahezu endlos. An jedes Utensil und jeden Gegenstand werden andere Anforderungen gestellt. Mit unterschiedlichen Materialien bzw. Materialzusammensetzungen (WNr. und AISI) lassen sich hier jedoch hygienische, langlebige und kostengünstige Lösungen erzielen.

Ein Material mit besonderen Vorteilen

Dass Edelstahl vielfach in Küchen und der gesamten Lebensmittelindustrie eingesetzt wird, liegt an seinen umfassenden Vorteilen. Dazu zählen

  • die Stoß-, Hitze- und Korrosionsbeständigkeit,
  • die Resistenz gegenüber Rost
  • und die Widerstandsfähigkeit gegenüber säurehaltigen Nahrungsmitteln.

Hinzu kommt, dass einwandfreies Edelmetall beim Kontakt mit Lebensmitteln keine Partikel abgibt und die Nahrung frei von Schadstoffen bleibt – für eine hohe Qualität unabdingbar. Die regelmäßige Reinigung des Stahls ist unkompliziert und führt zu einer langen Lebensdauer. Besonders praktisch: Edelstahl lässt sich vollständig recyceln – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit!

 

Jetzt Reinigungsequipment entdecken

 

Edelstahl vs. NiRoSta vs. rostfreier Stahl

Wussten Sie, dass der richtige Begriff für Edelstahl in der Nahrungsmittelbranche NiRoSta lautet. Das Akronym steht für nichtrostender Stahl. Der Terminus „Edelstahl“ hingegen bezieht sich nicht nur auf die Korrosionsträgheit, sondern auch auf die Reinheit, Säurebeständigkeit, Zugfestigkeit sowie viele weitere Eigenschaften.

Hochwertige Edelstahlprodukte bei Ehlert kaufen

Geräte, Betriebsausstattung, Maschinen, Messer, Klingen, Werkzeuge und allerhand Ersatzteile – Edelstahl kommt in vielen unserer Produkte zum Einsatz. Das kommt nicht von ungefähr: Gerade in der nahrungsmittelherstellenden Industrie müssen Oberflächen und Hilfsmittel schnell und unkompliziert zu reinigen sein. Denn hohe Qualitätsstandards gehen mit ebenso hohen Hygienestandards einher. Als Fachgroßausstatter für Unternehmen der Lebensmittelbranche ermöglichen wir Ihnen mit unserer breiten Auswahl einen reibungslosen Ablauf Ihrer Produktion. Schauen Sie sich gern im Online-Shop um oder nehmen Sie direkt Verbindung zu unseren Ansprechpartnern auf. Wir stehen Ihnen per E-Mail und Telefon beratend zur Seite und bringen Ihr Unternehmen mit System zum Genuss.

 

Maschinen und Werkzeuge entdecken