Nachfrage nach Naturdärmen steigt | Bild Header

Nachfrage nach Naturdärmen steigt

Die Nachfrage nach Naturdärmen ist laut fleischwirtschaft.de global ungebrochen – daran hat auch die Coronakrise nichts geändert. Zwar ist pandemiebedingt ein Umsatzrückgang festzustellen, die gehandelte Warenmenge hat jedoch sogar zugenommen. Das lange haltbare Naturprodukt wird für die Herstellung unterschiedlicher internationaler Wurstspezialitäten verwendet. Es erfreut sich bei den Verbrauchern nicht zuletzt wegen seiner natürlichen Beschaffenheit großer Beliebtheit.

Unter anderem weil China wegen eines höheren Eigenbedarfs weniger Schafsdärme nach Europa exportiert, ist das Angebot an – besonders in der Türkei gefragten – Schafssaitlingen aktuell knapp.

Jahresbilanz 2020: Mehr Warenumschlag, leichter Umsatzrückgang

Deutschland ist nach wie vor eine wichtige Drehscheibe des weltweiten Handels mit Naturdärmen. Import und Export florieren. Im Jahr 2020 haben deutsche Unternehmen der Naturdarmbranche 227.832 Tonnen Ware gehandelt. Im Vergleich zum Vorjahr (225.088 Tonnen) hat sich das Handelsvolumen somit erhöht. Der Umsatz fiel dem Zentralverband Naturdarm e. V. (ZVN) zufolge mit 892.528 Millionen Euro dennoch 7,4 Prozent geringer aus. 459.734 Millionen Euro für den Warenimport stehen dabei 432.794 Millionen Euro für Exportwaren gegenüber.

EU wichtigster Handelsmarkt

Über 60 Prozent der Warenmenge und über 50 Prozent des erwirtschafteten Umsatzes entfallen auf den Handel innerhalb der EU. Wichtige Handelspartner für Deutschland sind vor allem die Niederlande mit Rotterdam als bedeutendem Transithafen und Polen als Land, in dem die Lohnveredelung von Därmen stattfindet. Intensive partnerschaftliche Verbindungen bestehen auch zu Italien und Frankreich. Dort ist die Nachfrage nach hochwertigen Naturdärmen durch die regionale Wurstproduktion traditionell hoch.

Handel mit China: Große Herausforderungen gemeinschaftlich gemeistert

Beim Handel mit China gab es durch die Coronakrise bereits Anfang 2020 gravierende Einschränkungen: Vom kompletten Stillstand in zahlreichen Betrieben über wochenlang geschlossene Häfen bis zu Verzögerungen durch zeitintensive Nachkontrollen galt es einige Hürden zu meistern, um die Warenlieferungen sicherzustellen.

Chinesische Partnerunternehmen haben schnell reagiert und Transportkapazitäten trotz enormer Mehrkosten vorgebucht. Die Frachtkosten haben sich aufgrund dieser Problematiken stark erhöht (pro Container bis auf das Vierfache) und wirken sich laut der Vorsitzenden des ZVN Heike Molkenthin beträchtlich auf die Margen der deutschen Unternehmen aus. Vor dem Spätherbst dieses Jahres sei nicht damit zu rechnen, dass sich die Lage entspannt.

Wurstkonsumenten favorisieren Naturdärme

Bei Kunden in Deutschland gilt der Naturdarm seit jeher als typisches Qualitätsmerkmal handwerklich hergestellter Wurstwaren. Dazu kommt, dass naturbelassene, nachhaltige Produkte im Trend liegen. Viele Verbraucher achten verstärkt auf Qualität und sind bereit, für gute Lebensmittel mehr auszugeben.

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