Nachhaltig Tiefkühlkost

Wie kann Tiefkühlkost nachhaltiger werden?

Tiefkühlware und Nachhaltigkeit – die beiden Themen gelten in der öffentlichen Wahrnehmung häufig als Widerspruch, schließlich ist bei dieser Form der Lebensmittelverarbeitung ein kontinuierlicher Energieverbrauch inbegriffen. Jedoch wird das geläufige Vorurteil von klimaschädlichen Tiefkühlprodukten ihrer tatsächlichen Ökobilanz nicht gerecht. Tiefkühl-Lebensmittel vereinen viele Aspekte, die sich durchaus positiv auf ihren CO2-Abdruck auswirken. Und für alle weiteren Prozesse und Bestandteile gibt es Lösungsansätze, die sich darum bemühen, die Produkte noch nachhaltiger zu machen.

Mit 98 Jahren Erfahrung als Supply-Chain-Spezialist für Verbrauchsgüter in der Nahrungsmittelproduktion wissen wir, wo entsprechende Stellschrauben zu finden sind. Dieses Wissen ist unerlässlich und macht uns zu einem zuverlässigen und kompetenten Partner – und als Großhändler und Logistikspezialist können wir als zentrale Anlaufstelle diverser Güter auch positiven Einfluss auf die Energiebilanz von Tiefkühlkost nehmen.

Was Tiefkühlkost nachhaltig macht und wie Großhändler der Lebensmittelindustrie dabei helfen können, die Ökobilanz der Waren weiter zu optimieren, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

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Positive Aspekte der Klimabilanz

Wer selbst zu gefrorener Ware greift, ist sich der Vorteile sicherlich bald bewusst. Sie lässt sich beispielsweise zügig zubereiten, ist immer frisch und kann passend portioniert werden. Vorzüge wie diese sind unverkennbar und gewinnen auch in Bezug auf ihre Klimafreundlichkeit an Bedeutung.

Ressourcenschonende Verarbeitung

In der Tiefkühlbranche durchlaufen die Lebensmittel bereits bei der Verarbeitung einige Prozesse, die andernfalls beim Endverbrauch stattfinden würden. Bei der industriellen Verarbeitung werden sie jedoch von Maschinen ausgeführt, die nicht nur große Mengen gleichzeitig bewältigen können, sondern dies auch mit großer Effizienz tun. Das Waschen und die Verarbeitung von Tiefkühlkost spart bei der Lebensmittelproduktion Energie ein, da vergleichbare Handlungen im kleineren Rahmen mehr Strom und Wasser verbrauchen. Zudem fallen bei der Verarbeitung üblicherweise auch größere Mengen an Lebensmittelabfällen an.

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist bei Tiefkühlkost auch positiv anzumerken, dass sie für die Verwendung in der Küche häufig bereits vorgegart wurde. Auch diese Schritte wurden industriell optimiert: Größere Mengen können mit geringerem Arbeits- und Ressourcenaufwand zubereitet werden.

Gesunde Frische von nebenan – auch ohne Saison

Eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensmittel kann über das Verfahren des Schockfrostens auf eine schonende Art haltbar gemacht werden. Und das, ohne dass die wichtigen Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen. Die positive Auswirkung auf die Klimabilanz eingefrorener Lebensmittel besteht darin, dass deren wichtige Inhaltsstoffe auch außerhalb ihrer regionalen Saison zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung beitragen können. Erdbeeren im Dezember müssen nicht um die halbe Welt gereist sein, um unsere Abwehrkräfte im Winter zu unterstützen. Saisonale Lebensmittel können durch die Tiefkühlung optimal konserviert werden und den Transport weit hergereister Produkte einsparen – und damit ihren CO2-Fußabdruck verringern.

Ein entscheidender Vorteil besteht zudem darin, dass Obst oder Gemüse als Tiefkühlprodukte bis zu ihrer tatsächlichen Reife nicht geerntet werden. Anders als bei unverarbeiteter Ware, die häufig unreif geerntet wird, um bei der Lagerung und dem Transport nachreifen zu können. Tiefkühlkost bietet daher einen gereiften Geschmack, der den klimaschädlichen Aufwand reduzieren kann.

Verringerung der Lebensmittelverschwendung

Lebensmittel sind eine kostbare Ware, nicht zuletzt, da der Anbau, die Produktion und der Transport eine Vielzahl knapper Ressourcen beanspruchen. Umso tragischer erscheint es, wenn die Produkte ohne Nutzen weggeschmissen werden. Tiefkühlprodukte nehmen bei der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung eine entscheidende Rolle ein, da ihr Anteil an entsorgter Ware sehr gering ausfällt. Die Tiefkühlung kann Lebensmittel lange haltbar machen, womit Verluste durch Verderb erheblich minimiert werden.

Ein wichtiger Punkt ist auch, dass die Lebensmittel passend portioniert werden können. Das bringt eine gute Planbarkeit mit sich – und das in jedem vorstellbaren Rahmen. Im Kleinen bedeutet es, dass sich die Problematik des ganzen Kohlkopfes, obwohl nur ein kleiner Teil davon benötigt wird, gar nicht mehr stellt. Die Klimafreundlichkeit von Tiefkühlkost erhält hierdurch viele Pluspunkte.

Verbesserungspotenziale der Ökobilanz von Tiefkühlware

Neben den Punkten, die sich positiv auf die Klimabilanz auswirken, gibt es einige Aspekte, die noch unausgeschöpftes Potenzial für Verbesserungen und effizientere Vorgehensweisen bieten. Lösungsvorschläge der Tiefkühlbranche beziehen sich unter anderem auf die Recyclingfähigkeit der Verpackungen, logistisch perfektionierte Tiefkühlketten sowie optimierte Beschaffungsmodalitäten für die im gesamten Warenprozess benötigten Hilfsmittel.

Verpackungen

Ökologische Verbesserungen können bei Verpackungen erreicht werden, indem eine Reduzierung von Kunststoffanteilen angestrebt wird. Eine gängige Verpackungsart tiefgekühlter Waren sind Plastikbeutel. Die Umstellung auf eine Verpackung mit Pappschachteln sorgt dafür, dass klimaschädlicher Plastikmüll erheblich reduziert wird. Und auch wenn nicht von heute auf morgen gänzlich auf gut abbaubare Materialien gesetzt werden kann, stellt auch die schrittweise Reduktion von Plastik eine verbesserte Ökobilanz dar.

Der Energieaufwand der Tiefkühlung

Der offensichtlichste Aspekt von Tiefkühlkost: Allen Tiefkühlprodukten ist ein stetiger Energieverbrauch gemein. Die Lebensmittel werden nach dem Fang, der Ernte oder sonstiger Beschaffungsart schockgefrostet, entsprechend verpackt und in den Handel gebracht. Bei dem Transport und etwaigen Zwischenlagerungen müssen die Lebensmittel zur sicheren Konservierung dauerhaft gekühlt werden. Alle Lebensmittel erfordern eine Mindesttemperatur von -18 °C. Lediglich beim örtlichen Vertrieb sind Temperaturschwankungen bis zu 3 °C zulässig. Die Temperatur muss konstant eingehalten werden, da ansonsten der Verderb der Produkte angestoßen und die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Verarbeitung, der Transport sowie die Lagerung von Tiefkühlkost stellen bezüglich des Energieaufwands eine Herausforderung dar, der sich die Tiefkühlbranche verantwortungsbewusst stellen muss.

Die Tiefkühlwirtschaft lässt sich hinsichtlich des stetigen Energieverbrauchs optimieren, indem die verschiedenen Beteiligten innerhalb der Wertschöpfungskette von Tiefkühlkost effektiv zusammenarbeiten. Umständliche und klimaunfreundliche Kühlketten lassen sich beispielsweise vermeiden, wenn Lieferketten systematisch und koordiniert zusammengelegt werden. Anstatt viele kleine Wege mit energieintensiven Zwischenlagerungen zu gehen, können tiefgekühlte Lebensmittel über eine etablierte Infrastruktur nachhaltiger gestaltet werden. Kurz gesagt: Um eine Reduktion von Treibhausgasemissionen zu erreichen, hilft eine Anlaufstelle anstatt vieler. Auf diese Weise können CO2-Emissionen auf vielen Ebenen eingespart werden – durch die Vermeidung umständlicher Transportwege ebenso wie durch eine effiziente Auslastung großer Kühllagerkapazitäten.

Darüber hinaus kann die Nachhaltigkeit innerhalb der Tiefkühlbranche durch die folgenden Maßnahmen weiter vorangetrieben werden:

  • den Bezug erneuerbarer Energien für den Stromverbrauch von Kälteanlagen
  • intensive Forschung und den Einsatz energiesparender Technik
  • den Einsatz natürlicher Kältemittel

Optimierung der Beschaffungsmodalitäten

Die Nachhaltigkeit einzelner Tiefkühlprodukte wird durch eine Reihe von Faktoren bestimmt. Sie bezieht sich auf die Herstellung der Produkte, die Tiefkühllogistik, entsprechende Lagerhäuser sowie die Arbeit von Tiefkühltechnikern. Innerhalb dieser unterschiedlichen Prozesse ist eine Vielzahl von Arbeitsgerätschaften und Hilfsmitteln erforderlich. Nicht nur systematisch koordinierte und zusammengelegte Transportketten verbessern die Ökobilanz. Auch zentralisierte Beschaffungsverfahren sämtlicher Bedarfs- und Verbrauchsgüter können einen entscheidenden Beitrag leisten. Denn auch hierbei gilt das Prinzip: Viele Anlaufstellen verbrauchen mehr Ressourcen als eine. Und so kommen wir ins Spiel: Die Gustav Ehlert GmbH und Co. KG aus dem ostwestfälischen Verl.

Den ökologischen Fußabdruck verkleinern – Mit dem Sortiment von Ehlert

Sie sind Teil von einem der vielfältigen Bereiche der Tiefkühlbranche und wollen Ihre Ökobilanz verbessern? Oder haben als Endverbraucher immer wieder mit tiefgekühlten Produkten zu tun? Mit der umfangreichen Ausstattung von Bedarfs- und Verbrauchsgütern sind wir eine verlässliche Anlaufstelle, die Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützt.

Mit zentralen und koordinierten Bestellungen sowie hochwertigen Produkten können Sie mit uns Ihre Klimabilanz aufbessern – viele Anliegen, eine Adresse! Ob Kälteschutz- und Kühlhausbekleidung, hochwertige Messer oder essenzielles Zubehör an Loggern, Mess- und Prüfgeräten zur Kontrolle und Dokumentation der Temperaturwerte – Mit uns finden Sie treue Begleiter für alle Prozesse. Im Online-Shop unseres Fachgroßhandels werden Sie fündig.

 

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Es bestehen vielerlei Optionen, um die eigene Klimabilanz in der Lebensmittelindustrie oder -verarbeitung zu optimieren. Neben unserem umfangreichen Sortiment können Sie voll und ganz auf die Erfahrung und Expertise unserer Mitarbeiter setzen. Als Ansprechpartner im Sortimentsmanagement stehen Ihnen beispielsweise Kathrin Grabbe und Sandra Farwick im Bereich der Verpackungen für vertrauensvolle Beratungen zur Seite. Wollen Sie hingegen mehr über Prüfgerätschaften oder Messer in Erfahrung bringen, können Sie sich verlässlich an Harun Payandy oder unseren Key-Account-Manager Achim Ewering wenden. Bei Ehlert erhalten Sie kostenlose und unverbindliche Beratungen zu allen Belangen der Nahrungsmittelproduktion.

 

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