Lexikon

Bratwurst

Die Bratwurst gehört in Deutschland zu den meistproduzierten Wurstsorten, im Jahr 2011 wurden in Deutschland insgesamt 122.000 Tonnen Bratwürste produziert. Auch bei dem Pro Kopf-Verbrauch liegt die Bratwurst mit 2,7 kg / Jahr in Deutschland weit vorne. Es handelt sich bei dieser Wurst um eine Gruppe von Würsten, die zum Braten bestimmt sind. Das Wort Bratwurst kommt aus dem althochdeutschem und setzt sich aus den Wörten brāto (was so viel wie „schieres Fleisch“ bedeutet) und Wurst zusammen.  Der Begriff Bratwurst ist eine Bezeichnung einer Gruppe von Wurstwaren, die es in roher oder gebrühter Form gibt. Der Großteil der Bratwürste sind ungeräucherte Brühwürste. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Varianten, die sich hinsichtlich des benutzten Fleischs, der Würzung oder auch der Feinheit unterscheiden. Grundsätzlich unterscheidet man hier 3 Typen:

  • Feine Bratwurst: diese Sorte wird nur mit dem Bratwurst-Grundbrät hergestellt, welches eine im Kutter zerkleinerte feine Masse ist. Sie wird meist in Schweinedärme mit einem Durchmesser von 26-28 mm gefüllt und bedingt durch die helle Grundfarbe ist diese Sorte auch als Weißwürstchen bekannt.
  • Mittelgrobe Bratwurst: bei diesem Typ ist neben dem Bratwurst-Brät auch Schweinefleisch verarbeitet, welches im Kutter nicht ganz so fein zerkleinert wird. Bei den mittelgroben Bratwürsten gibt es auch Varianten wie die Münchner Bratwurst, die statt im Schweinedarm in einem Saitling verarbeitet wird.
  • Grobe Bratwurst: Die grobe Bratwurst enthält ebenfalls Stücke von Schweinefleisch, die teilweise auch auf die Größe einer Erbse (ca. 5 mm) kommen. Auch bei diesem Typ gibt es eine Vielzahl an Varianten, die regional unterschiedlich sind.

Es gibt einige Bratwurst-Sorten, deren Namen geschützt sind: Nürnberger Rostbratwurst bzw. Nürnberger Bratwurst, St. Galler Bratwurst sowie die Thüringer Rostbratwurst. Diese darf man für die eigene Wurstproduktion bzw. die Bezeichnung des Endprodukts nicht benutzen.